Donnerstag, 1. Januar 2015

28.12.14 - Sonntag

Der heutige Sonntag ist wieder eher ruhig. Morgens bespreche ich mit Christof, der für die Bereitstellung bzw. Aufbereitung von  Trinkwasser und Chlorlösung mit verantwortlich ist, wie ein mögliches Notfallkonzept für seine Leute aussehen könnte. Für den Fall, daß sie mit kontaminierten Fäkalien in Berührung kommen, müssen wir auch für diese Mitarbeiter das korrekte Ablegen der Schutzkleidung sicherstellen.

Den Rest vom Tag widme ich mich neben netter Unterhaltung  und Blog schreiben wieder meinem „Lieblingsprojekt“, dem Dienstplan. Ist immer noch eine Mordstüftelei aber es geht wenigstens vorwärts!

Eine Kollegin holt sich nach einem Sonnenbad einen Sonnenbrand. Auf mein Angebot einer After Sun Lotion erwidert sie: „Nein Danke. Ich will nicht noch mehr auf meine Haut schmieren.“ Sie hat schon Recht.: Nach der Malariatablette (manche nehmen sie auch abends) und der Messung der Körpertemperatur (2x täglich)  sind Sonnenmilch und Insektenschutz aufzutragen. Spätestens am Abend braucht es den Insektenschutz erst recht. Also noch mal. Und nach dem vielen Hantieren mit Chlorlösungen darf auch die Hautpflege, zumindest die der Hände, nicht vernachlässigt werden. Ist alles wichtig – aber ich verstehe auch, wenn dann jemand keine Lust hat, noch mehr zu „schmieren“.
So viel wie hier habe auch ich selber noch nie Körperpflege betrieben. Prävention ist in diesem Einsatz einfach wichtiger denn je. Jeder hier, dem es zwischendurch mal schlechter ging berichtet, wie gut es tut, zu wissen, man hat alles getan um eine Ansteckung mit Ebola zu vermeiden so daß eine Infektion ausgeschlossen werden kann. 


Zur Prävention gehört auch der „Ebola-Gruß“ den hier wirklich ausnahmslos jeder anwendet: Anstatt sich die Hände zu schütteln berührt man sich kurz mit der Außenkante der Ellbogen. 

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