Der heutige Sonntag ist wieder eher ruhig. Morgens bespreche
ich mit Christof, der für die Bereitstellung bzw. Aufbereitung von Trinkwasser und Chlorlösung mit
verantwortlich ist, wie ein mögliches Notfallkonzept für seine Leute aussehen
könnte. Für den Fall, daß sie mit kontaminierten Fäkalien in Berührung kommen,
müssen wir auch für diese Mitarbeiter das korrekte Ablegen der Schutzkleidung
sicherstellen.
Den Rest vom Tag widme ich mich neben netter
Unterhaltung und Blog schreiben wieder
meinem „Lieblingsprojekt“, dem Dienstplan. Ist immer noch eine Mordstüftelei
aber es geht wenigstens vorwärts!
Eine Kollegin holt sich nach einem Sonnenbad einen
Sonnenbrand. Auf mein Angebot einer After Sun Lotion erwidert sie: „Nein Danke.
Ich will nicht noch mehr auf meine Haut schmieren.“ Sie hat schon Recht.: Nach
der Malariatablette (manche nehmen sie auch abends) und der Messung der
Körpertemperatur (2x täglich) sind
Sonnenmilch und Insektenschutz aufzutragen. Spätestens am Abend braucht es den
Insektenschutz erst recht. Also noch mal. Und nach dem vielen Hantieren mit
Chlorlösungen darf auch die Hautpflege, zumindest die der Hände, nicht
vernachlässigt werden. Ist alles wichtig – aber ich verstehe auch, wenn dann
jemand keine Lust hat, noch mehr zu „schmieren“.
So viel wie hier habe auch ich selber noch nie Körperpflege
betrieben. Prävention ist in diesem Einsatz einfach wichtiger denn je. Jeder
hier, dem es zwischendurch mal schlechter ging berichtet, wie gut es tut, zu
wissen, man hat alles getan um eine Ansteckung mit Ebola zu vermeiden so daß
eine Infektion ausgeschlossen werden kann.
Zur Prävention gehört auch der „Ebola-Gruß“ den hier
wirklich ausnahmslos jeder anwendet: Anstatt sich die Hände zu schütteln
berührt man sich kurz mit der Außenkante der Ellbogen.
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