Nachdem das OK aus Deutschland nun da ist, verkünden unsere „Heads
of Operation“, also die Einsatzleiter den letzten Übungstag. Ab Montag ist
alles Vorbereitung auf die Eröffnung der SITTU, die ich nun leider nicht mehr
miterleben werde. Damit wir einsatzklar werden, müssen noch weitere IPC-Kräfte
eingestellt und geschult werden. Aus den hunderten Bewerbungen, aus denen wir
wählen können, befinden sich zahlreiche, die bereits in einer Ebolastation
gearbeitet haben. Damit werde ich mich wohl morgen nochmals beschäftigen
dürfen.
Nach einer An- und Auskleideübung der neu angekommenen
deutschen Ärzte und Pfleger reklamiert Sackorline die fehlende Kenntnis dieser
Kollegen bezüglich der „Sieben Schritte des Händewaschens“. Ich rege an, daß
sie sie unterweist. Sie macht das total klasse und die Kollegen sind mit Eifer
dabei, von ihr zu lernen.
Eine liebe Bekannte aus Deutschland wollte die Menschen hier
mit ihren Mitteln unterstützen und bat mich, in ihrem Auftrag einen gewissen
Betrag sinnvoll zu verwenden. Ich befrage Juway, was denn unseren Leuten helfen
bzw. Freude machen würde. Sie meinte, es wäre am besten, ihnen das Geld direkt
zu geben. Somit kriegt jeder aus dem Team heute 5 Dollar in die Hand. Die
Freude ist ehrlich und riesig!
Am Nachmittag wird zum gemeinsamen Fototermin geladen. Ein
Gruppenfoto aller in- und ausländischen Helfer gemeinsam wird geknipst. Danach
gibt es noch etwas Fingerfood, Getränke und Musik. Da bleiben die Füsse bei den
Liberianern nicht ruhig und sie tanzen – und reißen uns auch mit. Alle
Beteiligten haben total viel Spaß!
Und abends werden wieder vier Kollegen verabschiedet. Beim nächsten Abschied trifft es mich... Ich bin sehr dankbar, hier sein zu dürfen.





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