Mittwoch, 7. Januar 2015

05.01.15 - Notfalltraining

Heute führen wir zuerst für „mein“ IPC-Team und dann mit den „Medizinern“ ein Notfalltraining durch. Sollte eine Person unter der Schutzkleidung kollabieren und bewußtlos werden, muß diese in Seitenlage gebracht und schnellstmöglich ausgeschleust werden. In dem Fall wird auf das aufwendige Entkleiden verzichtet und die Person aus der Schutzkleidung von hinten her via Schere befreit. Sie machen das schon ganz gut, aber etwas Training ist schon auch noch wichtig.




Supervisor Joseph meldet sich heute krank. Er hatte letzte Woche schon Zahnweh. Wir beschließen, Sacrkorline die Chance zu geben, das Team zu leiten. Sie war in den letzten Tagen vor allem durch gutes und konzentriertes Arbeiten aufgefallen. In den paar Stunden dieser Schicht erlebe ich begeistert, wie diese zurückhaltende junge Frau auf einmal aus sich herausgeht und ihr Team im Griff hält! Selbstverständlich gebe ich ihr am Abend diese Rückmeldung. Wenn wir mal auf einen Dreischichtmodus wechseln, wird sie die dritte Schicht übernehmen.

Insgesamt vier kranke Menschen kommen heute zur ETU – allerdings haben die alle höchstwahrscheinlich kein Ebola. Die Desinfektion der betretenen Bereiche und Räumlichkeiten wird dennoch mit Chlorlösung durch unsere „Sprayer“ dekontaminiert.

Abends werden wieder zwei Helferinnen des DRK verabschiedet und zum Flughafen gebracht. Das Leben ist eben voller Veränderungen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen