Freitag, 16. Januar 2015

15.01.15 - DRK und Bundeswehr

Der Tag verläuft eher ruhig. Wir veranstalten ein paar Übungen um das Gelernte lebendig zu halten.

Abends erhalten wir dann endlich die ersehnte Bestätigung aus Deutschland, daß das angestrebte SITTU-Konzept so umgesetzt werden kann. Die Umbauarbeiten dafür sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Da haben Uwe von der Bundeswehr und Christof vom DRK und ihre Crew aus lokalen Helfern schon tolle Arbeit geleistet!

Überhaupt ist die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr hier einfach klasse. Ich habe die tollen Menschen aus der Bundeswehr bisher eher am Rande erwähnt. Dabei ist dieser Einsatz in der Geschichte beider Organisationen historisch! Auftrag der Bundeswehr ist ja nicht die Katastrophenhilfe. Und schon gar nicht im Ausland. Wenn sie im Inland mal Sandsäcke füllen, ist das eher eine Ausnahme und gehört nicht zu derem originären Auftrag.


Diese Zusammenarbeit hängt damit zusammen, daß die Präsidentin von Liberia sich mit einem Hilfeersuchen an die deutsche Bundeskanzlerin gewandt hat. Schlußendlich wurde dann beschlossen, die Ressourcen der Bundeswehr und die Erfahrung in der Katastrophenhilfe des DRK zu verbinden und einen gemeinsamen Einsatz unter Führung des DRK durchzuführen. Da beide Organisationen unterschiedlich arbeiten, brauchte es anfangs natürlich einige Abstimmungs- und Angleichungsprozesse. Aber dafür, daß alle Beteiligten quasi in diese Situation „hineingeworfen“ wurden, wurde sehr schnell eine tolle Zusammenarbeit daraus.


Ich lerne hier also nicht nur tolle Liberianer kennen und schätzen, sondern auch ganz tolle Menschen aus der Bundeswehr. Die Strukturen und Rangabzeichen etc. werde ich wohl nie verstehen – sie aber umgekehrt auch die des DRK nicht. Um diesem „Unwissen“ zu begegnen, hielt ich vor zwei Wochen auch mal einen Vortrag mit Basiswissen über das Rote Kreuz.


Ganz sicher wird dieser Einsatz auf höchster Ebene ausgewertet werden. Ich persönlich würde einen solchen Einsatz jedenfalls sehr gerne wieder machen. 

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