Mittwoch, 7. Januar 2015

06.01.15 - Stabile Seitenlage

Am Morgen werden wir von sicher um die hundert Menschen vor der ETU empfangen, die für uns arbeiten wollen. Ein paar davon können als „daily worker“ eingestellt werden. Viele davon leider auch nicht. Als der Personalverantwortliche hinaustritt, wird es kurz mal eng, weil sie ihn eben alle bedrängen und sich einen guten Platz sichern wollen.

Als „Möchtegern-Weltretter“ stelle ich mir inzwischen fast laufend die Frage, wie diesen Menschen wirkungsvoll geholfen werden könnte. Da müßte eben auch gesamtgesellschaftlich was vorwärtsgehen. Am Wochenende hat mir jemand erzählt, daß das Lernen in der Schule fast nur aus auswendig lernen besteht! Das würde natürlich erklären, warum sich viele der Einheimischen so schwer tun, wenn man ihnen eine Anweisung erteilt, bei der Situationserfassung oder Mitdenken gefragt ist. Es gibt einzelne Lichtblicke, aber sehr viele unserer einheimischen Helfer handeln überwiegend nur auf direkten Befehl.





Nachdem das „Emergency Doffing“, also das notfallmäßige Abnehmen der Schutzkleidung am Vortag einige meiner Leute überfordert hatte, schulen wir sie heute langsam und ohne Schutzkleidung im Umgang mit einer bewußtlosen Person und der Trage. Bei der „heißen Übung“ zum Abschluß konnte das erste Team die gestrige Zeit von 8 auf 4 Minuten Ausziehzeit unterbieten. Das zweite Team brauchte 5 Minuten. Dafür gibt’s dann auch ein dickes Lob von mir. Ich bin immer wieder sehr dankbar, wenigstens für diese kurzen fünf Wochen, mit diesen wundervollen Menschen arbeiten zu dürfen!

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