Sonntag, 4. Januar 2015

04.01.15 - Sonntag

Heute fahre ich mal mit zum Gottesdienst bei der US Army. Dort wird die „No Touch Policy“ eingehalten und wir können dort teilnehmen. Der Weg dort hin bildet ein tolles Bild: Überwiegend festlich und total bunt gekleidete Menschen säumen die Straße. Es scheint das Motto zu herrschen „Je schreiender Stil und/oder Farbe desto besser.“ Sie gehen in eine der zig Kirchen oder Gemeinden, die es in Monrovia gibt. Gefühlt alle 100 m befindet sich ein Gemeindesaal aus dem man die Menschen singen hört!

Beim US-Gottesdienst geht es nicht ganz so laut oder lebhaft zu. Der „Chaplain“, also der Militärpfarrer, begleitet die Gesänge mit einem weiteren Giarristen auf der Gitarre. Das Abendmahl wird mit Nitrilhandschuhen ausgegeben. Hygienevorsorge also auf allen Ebenen. Die Predigt scheint dem fast zu widersprechen, steht darin doch der Satz aus dem Markusevangelium im Mittelpunkt, daß der Mensch nicht durch aufgenommene Nahrung verunreinigt wird, sondern durch das was er spricht, denkt, handelt. Insgesamt ist es eine sehr nette kleine Gemeinschaft dort. Eine der zur Mitnahme ausliegenden „Airborne-Bibeln“ muß ich dann doch mitnehmen.



Um die Mittagszeit meldet sich eine Frau an der ETU, die sich sehr elend fühlt. Sie wird an eine geeignete Einrichtung verwiesen. Sicherheitshalber sprühen wir ihren Aufenthaltsbereich mit Chlorlösung ab.

Nachmittags arbeite ich mal wieder am Dienstplan und abends essen wir auswärts – mit Meerblick. Ist mal eine schöne Abwechslung.



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