Heute fahre ich mal mit zum Gottesdienst bei der US Army. Dort
wird die „No Touch Policy“ eingehalten und wir können dort teilnehmen. Der Weg
dort hin bildet ein tolles Bild: Überwiegend festlich und total bunt gekleidete
Menschen säumen die Straße. Es scheint das Motto zu herrschen „Je schreiender
Stil und/oder Farbe desto besser.“ Sie gehen in eine der zig Kirchen oder
Gemeinden, die es in Monrovia gibt. Gefühlt alle 100 m befindet sich ein
Gemeindesaal aus dem man die Menschen singen hört!
Beim US-Gottesdienst geht es nicht ganz so laut oder lebhaft
zu. Der „Chaplain“, also der Militärpfarrer, begleitet die Gesänge mit einem
weiteren Giarristen auf der Gitarre. Das Abendmahl wird mit Nitrilhandschuhen
ausgegeben. Hygienevorsorge also auf allen Ebenen. Die Predigt scheint dem fast
zu widersprechen, steht darin doch der Satz aus dem Markusevangelium im
Mittelpunkt, daß der Mensch nicht durch aufgenommene Nahrung verunreinigt wird,
sondern durch das was er spricht, denkt, handelt. Insgesamt ist es eine sehr
nette kleine Gemeinschaft dort. Eine der zur Mitnahme ausliegenden „Airborne-Bibeln“
muß ich dann doch mitnehmen.
Um die Mittagszeit meldet sich eine Frau an der ETU, die
sich sehr elend fühlt. Sie wird an eine geeignete Einrichtung verwiesen. Sicherheitshalber
sprühen wir ihren Aufenthaltsbereich mit Chlorlösung ab.

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