Morgens eine etwas eigentümliche Erfahrung. Die
Einheimischen sprechen an sich Englisch. Allerdings haben sie große
Schwierigkeiten, harte Konsonanten oder mehrere Konsonanten am Stück korrekt
auszusprechen. Beim morgendlichen Briefing erkläre ich etwas auf Englisch.
Juway bemerkt wohl, daß sie micht nicht alle verstanden haben. Also wiederholt
sie es in dem hier üblichen (aus meiner Sicht „schlechten“) Englisch – und sie
verstehen es alle!!!
Zwei Delegierte der
Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften besichtigen die ETU.
Als Weihnachten vorbei war, erfuhren wir, daß es in Liberia
üblich ist, daß Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einen halben Sack Reis schenken.
Damit war es dann natürlich zu spät. Deshalb wird die Aktion zum Jahreswechsel
hin mit einem ganzen Sack Reis, den jeder Mitarbeiter erhält, nachgeholt.
Beeindruckend, wie manche so einen 25kg Sack auf dem Kopf nach hause tragen!
Da im Land nach wie vor Ausgangssperre herrscht, feiern wir den
Jahreswechsel im Innenhof des Hotels. Ein mitreißender Auftritt einer Trommel-
und Tanzgruppe steht programmlich im Mittelpunkt. Der Chef der Truppe erläutert
die verschiedenen vorgeführten Tänze. Ich liebe diese Rhythmen und Gesänge
einfach! Danach spielt eine Band. Um 23:00 Uhr versuche ich in Deutschland
anzurufen, da dort das neue Jahr ja bereits eine Stunde früher begann. Klappt leider nicht. Natürlich
wird auch aufs neue Jahr angestossen.

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