Den Jahresanfang können wir noch recht gemütlich angehen.
Ich erledige etwas Korrespondenz. Nachmittags findet sich eine kleine Gruppe,
die zum Strand fährt. Diesmal einen, der gut 10 Minuten von unserem Standort
entfernt liegt. Er ist klein, überschaubar und einfach nett. Da auch in Liberia
heute Feiertag ist, finden sich hier auch einige örtliche Familien und
Einwohner. Interessante Vielfalt: Zwei jüngere Frauen genießen das Wasser „oben
ohne“, 30 m davon entfernt sitzt eine Gruppe muslimischer Frauen, die lange Kleidung
und Kopftuch tragen. Auch einige Kinder springen herum und freuen sich am Sand
oder spielen miteinander. Im Meer herrscht ordentlicher Seegang, sodaß ich die
Wellen richtig geniessen kann. Als ich
aus dem Wasser komme, spricht mich ein einheimischer junger Mann auf meine
Operationsnarben an der Wade vom letzten Jahr an und bietet mir an, er könne
mir gerne Medikamente besorgen, wenn ich welche benötige. Darauf lasse ich mich
dann lieber doch nicht ein, zumal ich ja auch Gott sei Dank auch ohne
Medikamente auskomme.
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