Der Vormittag dient, neben ein paar administrativen
Tätigkeiten, auch der Vorbereitung auf die gemeinsame Weihnachtsfeier.
Morgens spreche Ich mit einem der Wachmänner, der hier an 7
Tagen von 7:00 bis 15:00 Uhr Dienst schiebt. Ich: "Dann hast du ja Zeit,
danach mit deiner Familie Weihnachten zu feiern." Er lächelt freundlich:
"Zum Feiern sind wir zu arm, aber wir werden gemeinsam die Lichter
genießen." Die Bescheidenheit und
Zufriedenheit dieses Mannes beeindrucken mich sehr tief. Auch eine andere
Unterhaltung mit einem anderen Einheimischen stimmt mich sehr nachdenklich. Er meinte, wenn er einmal Gott gegenüber steht
und wiedergeboren werden soll, will er auf jeden Fall als Weißer geboren
werden. Beide Aussagen machen mich schon
sehr nachdenklich und dankbar für das, was ich habe. Es ist einfach nicht
selbstverständlich. Einer meiner Facebookfreunde war über die als erstes
geschilderte Begebenheit, die ich auch auf Facebook postete, so sehr
angesprochen, daß er mich bat, 20 USD auszulegen, um dem Mann schöne
Weihnachten zu ermöglichen. Eine sehr schöne Geste, der ich natürlich (sehr zur
Freude des Wachmanns) nachkam.
Die Feier am Abend ist nett. Es gibt
gutes Essen, Geschenke und auch Spaß. Aber man merkt schon, daß vielen die
Familie fehlt. Alles in allem ist es ein schönes Fest.
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