Bisher hatten wir eine „Übungsstation“ in einem der Zelte
aufgebaut gehabt. Heute galt es, auch die anderen beiden Stationen
einzurichten. Eine ETU besteht aus drei Stationen, jeweils für Patienten mit
der Vermutung (suspected) dem Verdacht (probable) oder der diagnostizierten
(confirmed) Ebolaerkrankung.
Nettes Erlebnis dabei: Bei den agierenden Teams gibt es
jeweils die Funktion des „Supervisors“, gleichzusetzen zum Beispiel mit dem aus
dem Bevölkerungsschutz bekannten „Gruppenführer“. Einer Supervisorin, Juway,
hatte ich am Vortag geraten, sich nicht zu sehr ins operative Geschäft
einzumischen, weil sie sonst keinen Überblick hat. Heute haben wir sie wieder
in diese Funktion eingesetzt und hörte sie irgendwann mal zu ihrem Team sagen
„Ich bin Supervisor, und mein Job ist es nicht, zu arbeiten sondern die Arbeit
zu überwachen.“ Sie dreht sich zu mir und lacht mich an: „Richtig?“ Sie wird sicher eine super Supervisorin !
Wir haben zwei Supervisors eingesetzt, das erleichtert die
Organisation enorm. Beide sind sehr motiviert und werden auch von den anderen
akzeptiert.
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