Der erste Tag beginnt entspannt: Wir erhalten nach dem
Frühstück eine Einweisung und eine Führung über die „Baustelle“. Da wurde durch
das Team der ersten Runde ganze Arbeit geleistet! Es wurden Wege angelegt,
Böden für Zelte betoniert, Rohre für Wasser, Desinfektionslösung und
Abwasser verlegt, Zelte errichtet etc.
Heute fand auch der zweite Schulungstag für die lokalen Kräfte statt, die im
Gefahrenbereich tätig sein werden. Ziel unserer Einsätze ist ja immer, die
Anlage schnellstmöglich an örtliche Kräfte bzw. die jeweilige Nationale
Rotkreuzgesellschaft zu übergeben.
Nachmittags fragt mich Matthias, der Teamleiter Technik, ob
ich für ihn Eisenstangen einkaufen könnte. Eine tolle Gelegenheit, auch ein
klein wenig außerhalb des Camps etwas vom Leben der Bevölkerung hier
mitzukriegen. Auch im Baustoffladen, den wir aufsuchen, steht ein Kanister mit
Desinfektionslösung, gegenüber ein großes Transparent mit der Bitte, achtsam zu
sein, aber auch Patienten und Mitarbeiter im Gesundheitswesen nicht
auszugrenzen. Läßt mich schon auch darüber nachdenken, mit welcher Vorsicht
oder gar Hysterie ich dann in Deutschland empfangen werde...
Der Standort unserer ETU befindet sich neben einem großen
Stadion. Da sich in unmittelbarer Nähe ein Hotel befindet, werden dort Zimmer
für uns angemietet. Zur ETU können wir also zu Fuß gehen. Das erspart natürlich
einiges an Logistik.
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